
Briefaktion der ACAT im Oktober 2026
ACAT-Deutschland dankt für die vorzeitige Freilassung der Umweltschützerin und Bloggerin Dinh Thi Thu Thuy aus Vietnam
Briefaktionen der ACAT (Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter: www.acat-deutschland.de) im Oktober liegen in St. Barbara, St. Mariä Geb., St. Georg und Herz-Jesu aus. Aber auch hier auf der Homepage finden Sie unter dem Hinweis die ausführliche Information und die unterschriftsfertigen Briefe zum Ausdrucken, Unterschreiben und Abschicken.
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!
1. Kasachstan galt mehrere Jahre als sicherer Zufluchtsort für Geflüchtete aus Russland, die dem Militärdienst und Kriegseinsatz gegen die Ukraine entkommen wollten oder den Krieg kritisiert haben.
Seit Anfang 2026 werden jedoch immer mehr Menschen nach Russland abgeschoben. Da den Betroffenen dort Folter und inhumane Haft drohen, verletzt Kasachstan seine völkerrechtlichen Verpflichtungen.
Der ehemalige russische Offizier Yevgeny Korobov war im Kampfeinsatz gegen die Ukraine, schoss sich jedoch absichtlich ins Bein, um dem weiteren Kampfeinsatz zu entgehen. Nach einem Krankenhausaufenthalt desertierte er. Im Januar 2023 floh Korobov in die kasachische Hauptstadt Astana und beantragte dort Asyl.
Im September 2025 wiesen die kasachischen Behörden seinen Antrag ab. Ein Gericht in Astana bestätigte die Ablehnung am 5. Februar. Es hieß, Desertion sei kein politischer Akt und es gebe keinen Grund für Verfolgung in Russland. Korobov ist akut von einer Abschiebung bedroht.
Dasselbe gilt auch für die russische Antikriegsaktivistin Julia Emelianova. Diese arbeitete im St. Petersburger Team von Alexej Nawalny. Russische Behörden warfen ihr vor, ein Mobiltelefon im Wert von etwa 130 Euro gestohlen zu haben. Ihre Verteidigung bezeichnet das Verfahren als politisch motiviert. Nach Beginn der Großinvasion flüchtete sie nach Georgien und half ukrainischen Geflüchteten. Im August 2025 wurde Emelianova bei einer Zwischenlandung in Kasachstan festgenommen. Die Generalstaatsanwaltschaft Kasachstans genehmigte ihre Auslieferung im Januar 2026 und setzte sie Ende Februar vorübergehend aus, während ihr Asylantrag geprüft wurde. Am 2. März lehnte ein kasachisches Gericht ihren Asylantrag jedoch in erster Instanz ab. Ihre Verteidigung hat dagegen Berufung eingelegt.
Der tschetschenische Blogger und Regimekritiker Mansur Mowlajew berichtete über Entführungen, Folter und konstruierte Strafverfahren in Tschetschenien. Er war von tschetschenischen Sicherheitskräften inhaftiert und gefoltert worden, konnte später jedoch fliehen. Mansur Mowlajew ist seit Anfang 2026 in Abschiebehaft. Seinen Antrag auf politisches Asyl hatten die kasachischen Behörden zuvor abgelehnt. Mitte September unternahm Mansur Mowlajew einen Suizidversuch. Er ist inzwischen außer Lebensgefahr.
Ausführliche Information
Unterschriftsfertige Petitionsbriefe
📎 2026_10_Briefaktionen_Info Russland.docx
Datei herunterladen →📎 2026_10_Briefaktionen_Brief REPUBLIC OF KAZAKHSTAN.docx
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2. Anlässlich des 24. Welttags gegen die Todesstrafe mit dem Motto „Stories for Life“ („Geschichten fürs Leben“) nimmt ACAT das Schicksal eines von Hinrichtung bedrohten Menschen in JAPAn in den Blick.
Seit mehr als 30 Jahren sitzt Matsumoto Kenji in Japan im Todestrakt.
Er wurde laut Amnesty International (AI) am 17. September 1993 zum Tode verurteilt, nachdem er für schuldig befunden worden war, 1990 und 1991 gemeinsam mit seinem Bruder zwei Raubüberfälle und Morde verübt zu haben.
Sein Rechtsbeistand gab damals an, Matsumoto Kenji sei unter Druck gesetzt worden, ein Geständnis abzulegen. Sein Bruder Matsumoto Hiroshi nahm sich kurz nach der Festnahme das Leben.
Das Gericht erkannte zwar an, dass Matsumoto Kenji in einer abhängigen Beziehung zu seinem Bruder stand und sich nicht gegen diesen behaupten konnte.
Es entschied aber dennoch, dass er schuldfähig sei, und verurteilte ihn zum Tode.
Matsumoto Kenji ist seit seiner Kindheit von einer geistigen Behinderung betroffen. Er ist inzwischen auf einen Rollstuhl angewiesen und leidet unter Wahnvorstellungen, die vermutlich eine Folge der langjährigen Isolationshaft sind.
Seit mehreren Jahren ist er aufgrund seines psychischen Zustands nicht in der Lage, relevante Informationen zu verstehen und zu kommunizieren. Er kann die Tragweite der gegen ihn verhängten Strafe – nämlich der Todesstrafe – nicht verstehen. […]
Ausführliche Information
Unterschriftsfertige Petitionsbriefe
📎 2026_10_Briefaktionen_Info Japan.docx
Datei herunterladen →📎 2026_10_Briefaktionen_Brief Japan.docx
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