Briefaktion der ACAT im Juli 2026
ACAT-Deutschland hofft, an dieser Stelle bald wieder neue Freilassungen melden zu können.
Briefaktionen der ACAT (Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter: www.acat-deutschland.de) im Juli/August liegen in St. Barbara, St. Mariä Geb., St. Georg und Herz-Jesu aus. Aber auch hier auf der Homepage finden Sie unter dem Hinweis die ausführliche Information und die unterschriftsfertigen Briefe zum Ausdrucken, Unterschreiben und Abschicken.
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!
1. Menschenrechtsverteidiger, die sich in der Organisation Lifeline Nehemiah Projects (LNP) engagieren, erfahren verschiedene Repressalien, auch auf juristischer Ebene. Betroffen sind vor allem die Aktivisten Mohamed Turay und Prince Tommy Williams. Lifeline Nehemiah Projects (LNP) befasst sich mit den Rechten von Kindern, von Menschen mit Behinderungen und anderen vulnerablen Gruppen in Sierra Leone. […]
Mohamed Turay ist der Finanzdirektor des LNP. Er betreut Projekte für Landwirtschaft und Blutspenden und setzt sich gegen Kinderehen, Genitalverstümmelung und für die Bildung von Mädchen ein.
Prince Tommy Williams hat sich vor ca. 10 Jahren sehr für die Eindämmung der Ebola-Epidemie in Sierra Leone engagiert.
Beide Männer sind angeklagt und wurden zwischenzeitlich inhaftiert. Am 19. Mai 2026 wurde erneut eine Anhörung vor dem Amtsgericht verlegt nach irregulären Interventionen und ständigen Unterbrechungen durch die Klägerseite.
Die international renommierte Menschenrechtsorganisation Front Line Defenders (FLD) und The Coalition for Human Rights in Development kritisieren die Maßnahmen gegen Prince Tommy Williams und Mohamed Turay. Auch mehrere UN-Sonderberichterstatterinnen setzen sich für die LNP-Aktivisten ein.
Laut FLD steht die Repression in direktem Zusammenhang mit ihrem Einsatz gegen ein Bauprojekt der Regierung auf dem Gelände der Organisation. […]
Mohamed Turay wird von den Behörden angeklagt, eine Polizeioperation gestört zu haben. Prince Tommy Williams ist unter diversen haltlosen Vorwürfen – aufrührerisches Verhalten, Anstiftung zur Gewalt, Werfen von Steinen – angeklagt.
Angehörige von LNP wurden Opfer von gewaltsamen Razzien, willkürlichen Verhaftungen und körperlicher Gewalt. Auch wurden Gebäude auf dem LNP-Gelände beschädigt.
Ein erst 2 Tage alter Säugling wurde im Oktober 2025 durch den Einsatz von Tränengas getötet, als Sicherheitskräfte gegen eine friedliche Versammlung vorgingen.
Ausführliche Information
Unterschriftsfertige Petitionsbriefe
📎 2026_07_08_Briefaktionen_Informationen_ SIERRA LEONE.docx
Datei herunterladen →📎 2026_07_08_Briefaktionen_Briefe_ Sierra Leone.docx
Datei herunterladen →2. Die international bekannte Anwältin und Menschenrechtsverteidigerin Ruth Eleonora López Alfaro ist seit dem 18. Mai 2025 ohne Kontakt zur Außenwelt in Haft. Amnesty International (AI) sieht sie als gewaltlose politische Gefangene an. Inzwischen wurde bekannt, dass sie schwer erkrankt ist.
Ruth Eleonora López Alfaro gilt als eine der profiliertesten Kritikerinnen der Regierung von Präsident Nayib Bukele. Seit 2021 leitete sie bei der Menschenrechtsorganisation Cristosal die Abteilung für Korruptionsbekämpfung und Justiz. Dort koordinierte sie Untersuchungen zu mutmaßlicher Korruption, Machtmissbrauch und Menschenrechtsverletzungen staatlicher Stellen.
Im Mittelpunkt ihrer Arbeit standen Korruptionsvorwürfe gegen die salvadorianische Regierung, darunter der mutmaßliche Missbrauch öffentlicher Gelder, rechtswidrige Überwachung von Medienschaffenden und problematische Vergaben öffentlicher Aufträge während der Covid-19-Pandemie.
Unter ihrer Leitung brachte Cristosal zahlreiche formelle Anzeigen gegen Regierungsvertreter ein.
Nach ihrer Festnahme am 18. Mai 2025 blieb Ruth López mehr als 40 Stunden ohne Kontakt zur Außenwelt. Familie und Anwälte wussten zeitweise nicht, wo sie festgehalten wurde. […]
Am 5. Juni 2025 ordnete ein Gericht sechs Monate Untersuchungshaft an, die im Dezember 2025 um weitere sechs Monate verlängert wurden. Seitdem ist ihr Zugang zu ihrer Familie und Verteidigung stark eingeschränkt. Gleichzeitig erhielt Ruth López international zahlreiche Auszeichnungen für ihr Engagement im Kampf gegen Korruption und für die Verteidigung der Menschenrechte. […]
Im Mai 2026 berichteten Cristosal und Angehörige, dass Ruth López ohne Wissen der Familie und Rechtsanwälte zu einer Operation ins Krankenhaus gebracht und einen Tag später wieder ins Gefängnis zurückverlegt wurde. In Anbetracht der unangemessenen Zustände in salvadorianischen Gefängnissen und der unzureichenden medizinischen Versorgung von Gefangenen besteht große Gefahr für ihre Gesundheit durch mangelnde Versorgung und durch das Infektionsrisiko
Ausführliche Information
Unterschriftsfertige Petitionsbriefe
📎 2026_07_08_Briefaktionen_Informationen_ El Salvador.docx
Datei herunterladen →📎 2026_07_08_Briefaktionen_Briefe_ El Salvador.docx
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