Briefaktion der ACAT im Mai 2026
Dank sei Got!- Gott sei Dank!
ACAT-Deutschland dankt für die Freilassung der 44-jährigen burundischen Journalistin Sandra Muhoza. Sie hatte fast 2 Jahre in Haft verbracht, bevor das Berufungsgericht ihr Urteil von 4 Jahren auf 6 Monate reduzierte.
Briefaktionen der ACAT (Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter: www.acat-deutschland.de) im Mai liegen in St. Barbara, St. Mariä Geb., St. Georg und Herz-Jesu aus. Aber auch hier auf der Homepage finden Sie unter dem Hinweis die ausführliche Information und die unterschriftsfertigen Briefe zum Ausdrucken, Unterschreiben und Abschicken. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!
1.An Stelle von Appellbriefen an Regierungen und Behörden dient diese Aktion dazu, Solidaritätsgrüße an den Gefangenen Egor Balasejkin zu senden. Der junge russische Häftling Egor Balasejkin, heute 19 Jahre alt, leidet unter schweren gesundheitlichen Problemen in der russischen Strafkolonie, in der er inhaftiert ist.
Vor kurzem entwickelte er eine Leberfibrose. Diese ist Folge einer Autoimmunhepatitis, an der er seit seiner Kindheit leidet und die seine Leber angreift. Trotz seines Gesundheitszustands lehnte eine Richterin im Oktober 2025 seinen Antrag auf Freilassung ab. Seine Mutter durfte nicht an der Verhandlung teilnehmen. Ärzte haben Mitte Februar 2026 außerdem eine Verformung der Wirbelsäule und Probleme mit der Rückenmuskulatur diagnostiziert. Ein Zahnarzt soll mehrere Zähne behandelt haben. Egor Balasejkin ist ein russischer Gymnasiast. Nach dem Tod seines Onkels an der Front in der Ukraine bezog er Stellung gegen den Krieg. Im Februar 2023 wurde er im Alter von 16 Jahren festgenommen, weil er nachts einen Molotowcocktail gegen die Tür einer Einberufungsbehörde geworfen hat. Zunächst wurde ihm Sachbeschädigung vorgeworfen. Doch bald wurde die Anklage auf den Vorwurf „Terrorakt“ ausgeweitet. Der Jugendliche kam in Untersuchungshaft. Vor einem Militärgericht in Sankt Petersburg gestand Egor die Tat, bestritt jedoch entschieden jede terroristische Absicht. Er erklärte, dass seine Aktion ein symbolischer Protest gegen den Krieg, die Mobilmachung und das Leiden der Zivilbevölkerung in der Ukraine gewesen sei. Der Molotowcocktail hatte keinen Brand verursacht, und niemand wurde verletzt. Während des Prozesses sagt Egor: „Der 24. Februar [2022] ist für mich bedeutender geworden als mein Geburtstag. Ich weiß, dass ich ins Gefängnis muss, aber wenn ich mich einer Sache schuldig gemacht habe, dann der Gleichgültigkeit… Anfangs war mir das alles egal, und das kommt einer Zustimmung [zum Krieg] gleich.“ Im November 2023 wurde Egor zu sechs Jahren Haft verurteilt. […] Bitte beachten Sie: Der Wortlaut des Briefes sollte nicht verändert und nicht ergänzt werden. Sie können entscheiden, ob Sie Ihren vollständigen Namen und Ihre Adresse angeben oder den Brief einfach nur mit Ihrer Unterschrift versehen. Bitte fügen Sie unter keinen Umständen politische Botschaften oder Symbole hinzu. Dies könnte dem Gefangenen schaden. Falls möglich, können Sie den Brief auf helles grünes Papier drucken. Ansonsten nutzen Sie bitte weißes Papier. Andere Farben sollten nicht verwendet werden, um den Anschein politischer Botschaften zu vermeiden.
Ausführliche Information Unterschriftsfertige Petitionsbriefe
📎 2026_05_Briefaktionen_Informationen_Russland.docx
Datei herunterladen →📎 Brief_-Jean-Paul-Oumolou.docx
Datei herunterladen →2.Die Inhaftierung des Forschers und Friedensaktivisten Bahruz Samadov im Umbaki-Gefängnis gibt laut Amnesty International Anlass zu großer Sorge.
Am 23. Juni 2025 wurde Bahruz Samadov wegen der konstruierten Anklage des „Hochverrats“ zu 15 Jahren Haft verurteilt. Nach Angaben seines Umfelds hat sich sein körperlicher und geistiger Zustand im Gefängnis im letzten Jahr verschlechtert. Er hat schon zweimal versucht, sich das Leben zu nehmen. Im Februar 2026 wurde Bahruz Samadov in das Umbaki-Gefängnis verlegt, ein Hochsicherheitsgefängnis, das für seine schlechten Haftbedingungen bekannt ist. Bahruz Samadov befindet sich im Hungerstreik, nachdem er ein Rechtsmittel gegen die Verlegung verloren hat. Aufgrund der Verlegung ist er nun 70 Kilometer von seiner einzigen lebenden Verwandten, seiner 83-jährigen Großmutter Zibeyda Osmanova, entfernt. Er darf nur zwei Telefonate pro Woche führen. Den Gefängnishof kann Bahruz Samadov im Umbaki-Gefängnis überhaupt nicht nutzen. Er darf maximal zwei Stunden pro Tag einen ein Meter großen Balkon betreten. Der Zugang zu Fernsehen und Radio wird ihm verweigert. […]´Bahruz Samadov, Doktorand an der Karlsuniversität in Prag, ist seit Langem ein lautstarker Kritiker der Menschenrechtsverletzungen in Aserbaidschan und ein Befürworter des Friedens im Südkaukasus. Seit er 2020 eine „Anti-Kriegs-Erklärung der aserbaidschanischen linken Jugend“ mitunterzeichnete, wird er von den aserbaidschanischen Staatsmedien und Behörden sowie von bestimmten Expertengruppen wegen seiner Friedensaufrufe öffentlich als Verräter beschimpft. Er wurde am 21. August 2024 bei einem Besuch in Baku festgenommen und gemäß Paragraf 274 des Strafgesetzbuchs wegen „Hochverrats“ angeklagt. […] Die gegen Bahruz Samadov erhobenen Vorwürfe beruhen auf seinem friedlichen Einsatz für Dialog und Frieden mit dem Nachbarland Armenien und seiner Kritik an der Vertreibung der armenischen Bevölkerung aus der abtrünnigen Region Bergkarabach, die Aserbaidschan zwischen 2020 und 2023 mit militärischer Gewalt unter eigene Kontrolle gebracht hat. Der Friedensaktivist wird aus politischen Gründen verfolgt – es liegen keine glaubwürdigen Beweise gegen ihn vor. […]
Ausführliche Information Unterschriftsfertige Petitionsbriefe
📎 2026_05_Briefaktionen_Informationen-ASERBAIDSCHAN.docx
Datei herunterladen →📎 2026_05_Briefaktionen_Briefe-Aserbaidschan.docx
Datei herunterladen →ACAT- Deutschland Homepage: https://acat-deutschland.de/

